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Neue Erdgaspreise zum 1. Januar 2021

(vom 19.11.2020)

Ihre neuen Erdgaspreise entnehmen Sie bitte der folgenden Liste. Alle Erdgaskunden erhalten zusätzlich einen Brief über die neuen Preise. Die Preise finden Sie auf unserer Homepage unter www.swps.de.
Weitere Informationen zu unseren Produkten und Serviceleistungen wie

  • Sonderverträge
  • Energiespartipps
  • jährliche Vorauszahlung

erhalten Sie in unserem Beratungszentrum, An der Streckbrücke 4, oder telefonisch unter 06331 / 876-270.

Die neuen Erdgaspreise 2021 für die Grundversorgung sowie für die Erdgaslieferverträge SWPS Erdgas und SWPS DUO lauten:

Grundversorgung SWPS Erdgas SWPS DUO Grundpreis
Arbeitspreise in Cent pro Kilowattstunde Euro pro Monat
Jahresverbrauch netto brutto netto brutto netto brutto netto brutto
0 - 2.000 kWh
(nur Grundversorgung)
7,90 9,40 - - - - 5,04 6,00
0 - 10.000 kWh 6,35 7,56 6,05 7,20 5,85 6,96 6,72 8,00
10.001 - 30.000 kWh 5,60 6,66 5,35 6,37 5,15 6,13 10,08 12,00
30.001 - 100.000 kWh 5,50 6,55 5,25 6,25 5,05 6,01 11,76 14,00
100.001 - 300.000 kWh 5,30 6,31 5,20 6,19 5,00 5,95 20,17 24,00
300.001 - 1.500.000 kWh 5,60 6,13 5,05 6,01 4,85 5,77 50,42 60,00

 

Die bisherigen Erdgaspreise 2020 für die Grundversorgung sowie für die Erdgaslieferverträge SWPS Erdgas und SWPS DUO lauten:

Grundversorgung SWPS Erdgas SWPS DUO Grundpreis
Arbeitspreise in Cent pro Kilowattstunde Euro pro Monat
Jahresverbrauch netto brutto netto brutto netto brutto netto brutto
0 - 2.000 kWh
(nur Grundversorgung)
7,65 9,10 - - - - 5,04 6,00
0 - 10.000 kWh 6,10 7,26 5,80 6,90 5,60 6,66 6,72 8,00
10.001 - 30.000 kWh 5,35 6,37 5,10 6,07 4,90 5,83 10,08 12,00
30.001 - 100.000 kWh 5,25 6,25 5,00 5,95 4,80 5,71 11,76 14,00
100.001 - 300.000 kWh 5,05 6,01 4,95 5,89 4,75 5,65 20,17 24,00
300.001 - 1.500.000 kWh 4,90 5,83 4,80 5,71 4,60 5,47 50,42 60,00

 

Darüber hinaus sind in den Nettopreisen das Entgelt für die Energielieferung und die Energiesteuer sowie die Netzentgelte, die Entgelte für Messdienstleistung und Messung enthalten und - ab dem 01.01.2021 - die Kosten für den Kauf von Emissionszertifikaten aus dem nationalen Brennstoffemissionshandel nach dem BEHG („CO2-Preis“) enthalten.

In den Bruttopreisen ist die gesetzliche Umsatzsteuer in Höhe von derzeit 19% enthalten. Alle mit Umsatzsteuer genannten Preise sind auf zwei Nachkommastellen gerundet. Bei Verbrauchsänderungen werden Sie automatisch in die jeweilige Preisstaffel des Vertrages eingestuft. Die Erdgaspreise setzen sich aus einem Grund- und Arbeitspreis zusammen.

CO2-Preis verteuert Heizkosten

Die Bundesregierung hat im Dezember 2019 das Klimaschutzgesetz verabschiedet. Mit diesem Klimapaket sollen die CO2-Emissionen reduziert werden, um die auf der Klimakonferenz in Paris ausgelobten Ziele zu erreichen. Um Energieverbraucher zum Umstieg auf erneuerbare und umweltfreundlichere Energien zu bewegen, wurde festgelegt, dass die Inverkehrbringer von Brennstoffen ab 2021 an einem Emissionshandelssystem teilnehmen müssen und für die zu erwerbenden Zertifikate einen CO2-Preis zahlen. Der von der Bundesregierung beschlossene CO2-Preis tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft. Dieser wird auf fossile Brennstoffe aufgeschlagen. Insbesondere davon betroffen sind Benzin, Diesel, Heizöl und Gas sowie die Produktion von Wärme. Durch den CO2-Preis soll der Wandel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien beschleunigt und der Energieverbrauch grundsätzlich reduziert werden.

Durch den CO2-Preis verteuern sich erstmals die Heizkosten. Dieser Preis unterliegt einer Staffelung. Im Jahr 2021 kostet eine Tonne CO2 25 Euro. In den folgenden Jahren steigen die Preise dann schrittweise (2022: 30 Euro; 2023: 35 Euro; 2024: 45 Euro), bis sie 2025 einen Wert von 55 Euro pro Tonne erreichen. Ab 2026 steigen die Preise dann abhängig von den jährlichen Emissionen.

Stößt eine Gasheizung pro Kilowattstunde 220 Gramm Kohlendioxid aus, liegen die Emissionen bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr bei rund 4,4 Tonnen CO2. Folgende Mehrkosten kommen auf Verbraucher zu:

Mehrkosten durch CO2-Bepreisung bei einer Erdgasheizung

Jahr Preis pro Tonne Zusatzkosten bei 20.000 kWh
2021 25,00 € 110,00 €
2022 30,00 € 132,00 €
2023 35,00 € 144,00 €
2024 45,00 € 198,00 €
2025 55,00 € 242,00 €

 

Selbst ein sparsamer Zwei-Personen-Haushalt (10.000 kWh Erdgas/Jahr) muss ab 2025 mit Mehrkosten von rund 120 Euro pro Jahr rechnen..

Wer mit Öl heizt, muss tiefer in die Tasche greifen. Denn die Klimabilanz von Öl ist deutlich schlechter.

Jahr Preis pro Tonne Zusatzkosten bei 20.000 kWh
2021 25,00 € 140,00 €
2022 30,00 € 168,00 €
2023 35,00 € 196,00 €
2024 45,00 € 252,00 €
2025 55,00 € 308,00 €

 

Wer mit Öl heizt, muss mit bis zu 308 Euro Mehrkosten pro Jahr durch den CO2-Preis rechnen (für den dargestellten 2 Personen-Haushalt bedeutet dies Mehrkosten von rund 155 Euro). Auf zehn Jahre gerechnet ergeben sich dadurch mehr als 3.000 Euro Mehrkosten, sofern der CO2-Preis ab 2025 auf diesem Niveau bleibt. Stadtwerke-Vertriebsleiter Johannes Kreuter hat für Kunden einen Tipp: „Wer beim Heizen sparen möchte und von Öl auf Erdgasbrennwerttechnik umsteigt, kann bei den Stadtwerken einen Umstellungszuschuss beantragen. Eine moderne Erdgasheizung verbraucht deutlich weniger Energie und jede eingesparte Energie bedeutet automatisch weniger Kosten durch den CO2-Preis. Durch den Abschluss von Kombi-Sonderverträgen erhalten unsere Kunden zudem lohnende Rabatte auf den Erdgaspreis. Die genannten Maßnahmen sind zudem ein echter Gewinn für die Umwelt. Zusätzlich bieten wir mit dem Erdgas-Komplett-Service die Finanzierung einer neuen Heizung an. Unsere Energieberater informieren hierzu kostenlos und helfen bei der Bearbeitung von Förderanträgen.“

Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Dörr weist darauf hin, dass mit Beginn des neuen Jahres auch die Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent angehoben wird. „Sollte dem nicht so sein und der verminderte Steuersatz von 16 Prozent auch 2021 weiterhin gelten, dann werden wir dies bei der Berechnung selbstverständlich berücksichtigen“, verspricht Dörr. Zum Thema Klimaschutz und Energiewende nimmt Dörr ebenfalls Stellung: „Wir von den Stadtwerken Pirmasens unterstützen den Plan der Bundesregierung für eine umfassende Energie- und Klimawende und beteiligen uns an den entsprechenden Initiativen, die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland zu reduzieren und so das Klima zu schützen – und wir helfen Kunden dabei, die ebenfalls mitwirken wollen.“ Aktuell beträgt die CO2-Differenz zur Erreichung der deutschen Klimaziele im Wärmemarkt 18 Millionen Tonnen pro Jahr, der wiederum mit rund 30 Prozent an den Gesamt- CO2-Emissionen Deutschlands beteiligt ist. „Hier wollen wir unseren Beitrag leisten, diese Lücke zu schließen“, so Dörr weiter und verspricht: „Die durch den CO2-Preis zusätzlich verursachten Kosten für das Jahr 2021 geben wir aufgrund der gesunkenen Beschaffungspreise nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weiter und garantieren, dass der neue Erdgaspreis für mindestens zwölf Monate stabil bleiben wird.“

Für Verbraucher werden die Kosten für Öl-, Gas- und Wärmebezug durch den CO2-Preis erst einmal steigen. Überhaupt gilt für alle Nutzer fossiler Energieträger: Wer mehr verbraucht, hat entsprechend mehr Kosten durch den CO2-Preis.Besonders trifft dies Besitzer alter und unsanierter Gebäude, denn sie müssen mit höheren Kosten rechnen. Wer das vermeiden möchte, sollte bereits heute Einsparmöglichkeiten prüfen, seine Immobilie energetisch sanieren und alte Heizungsanlagen durch hocheffiziente Brennwerttechnik ersetzen.“ Weiterhin empfiehlt Dörr den verhältnismäßig kostengünstigen Austausch alter Heizungspumpen oder  das Durchführen eines hydraulischen Abgleichs.  

Die Stadtwerke Pirmasens bieten ihren Kunden konkrete Unterstützung, wenn es um die angestrebte Energieverbrauchs- bzw. Emissionsreduzierung beim Heizen geht. Dazu sagt Johannes Kreuter, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken: „Wir informieren unsere Kunden sehr intensiv über die Sinnhaftigkeit eines Austauschs von veralteten Heizanlagen. Diese entpuppen sich oft als wahre Energiefresser. Entgegen der Annahme, dass die Grenzwerte der Heizung auch noch 20 Jahren noch innerhalb der Grenzwerte liegen können, lohnt deshalb dennoch der Austausch. Moderne Brennwerttechnik ist viel effizienter! Sie spart Energie, reduziert schädliche Emissionen und senkt die Abgabenlast. Damit ist der Heizungstausch eine lohnende Investition. Schließlich sind in Deutschland derzeit noch mehr als 14 Millionen veraltete Wärmeerzeugungsanlagen im Einsatz! Deshalb informieren wir persönlich, online und mit Hilfe vielfältiger Unterlagen, wie die Altanlage auf eine sparsame und emissionsarme Erdgasheizung umgestellt werden kann. Ergänzend dazu bieten wir schon seit einiger Zeit ein (Wärme-) Energieeinsparungs-Infoprogramm an. Dieses umfasst neben einem persönlichen Beratungsgesprächsangebot auch Energieeinsparinfos auf unserer Homepage unter www.swps.de sowie vielfältiges Informationsmaterial. Außerdem unterstützen wir unsere Kunden dabei, Energieverluste, die beim Heizen, Dämmen und Klimatisieren entstehen, exakt zu erkennen und zu ermitteln, was dagegen getan werden kann.  Angebote, die genau bei diesem Punkt ansetzen, sind beispielsweise unser Thermografie-Programm, unser Energieeffizienz-Programm, Energieaudit-Leistungen sowie technische Dienstleistungen (für gewerbliche Kunden).“ Darüber hinaus unterstützen unsere Energieberater auch bei der Beantragung von Fördermitteln im Rahmen des neu aufgesetzten Förderprogramms „Förderung für das Heizen mit erneuerbaren Energien 2020“ von der Bafa.

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