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Eintragungspflicht von PV-Anlagen im Marktstammdatenregister: Den Leitfaden zur Registrierung von Erzeugungsanlagen im Marktstammdatenregister gibt es ab sofort auf der Internetseite der Stadtwerke www.swps.de

(vom 05.03.2020)

Unter www.marktstammdatenregister.de kann das Register aufgerufen werden. Um die Eintragung zu erleichtern, haben die Stadtwerke Pirmasens einen Anwenderleitfaden zur leichteren Handhabung des Markstammdatenregisters konzipiert, das auf der Internetseite www.swps.de unter „Service → Energiedienstleistungen“ sowie im Downloadbereich abgerufen werden kann. 

Für die Umsetzung gelten Fristen

Damit die Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ohne Abzüge ausbezahlt werden können, müssen die in der Verordnung vorgegebenen Fristen für die Registrierung beachtet werden. Ansonsten besteht kein Anspruch auf eine Auszahlung!

Für Bestandsanlagen, die vor dem Start des Marktstammdatenregisters in Betrieb gegangen sind, gilt grundsätzlich eine zweijährige Frist ab Start des Webportals, also ab dem 31.1.2019. Für Neuanlagen gilt nach deren Inbetriebnahme eine einmonatige Frist zur Registrierung.

Das Marktstammdatenregister ist öffentlich zugänglich. Daten von natürlichen Personen und Daten, die nach der Verordnung zum Marktstammdatenregister als vertraulich eingestuft sind, werden nicht veröffentlicht. Dies gilt beispielsweise für die exakten Standortdaten von Solaranlagen mit einer Leistung von unter 30 Kilowatt Leistung. Die Ausgestaltung des Registers ist in der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) geregelt. Die Verordnung ist am 1. Juli 2017 in Kraft getreten und im November 2018 novelliert worden.

Hintergrund:

Seit dem 31. Januar 2019 besteht die Pflicht für die Betreiber von Energieanlagen, diese bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister eintragen zu lassen. Betroffen davon sind Eigentümer von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern oder Blockheizkraftwerken (Hinweis: Neben Energielieferanten und Netzbetreibern sind Betreiber von organisierten Marktplätzen, Bilanzkreisverantwortliche, Messstellenbetreiber, Transportkunden sowie alle ortsfesten Einheiten zur Energieerzeugung einzutragen. Die Registrierungspflicht gilt außerdem für Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen sowie Einheiten, die Strom oder Gas erzeugen). Hintergrund ist, dass mit der Datenerfassung mehr Transparenz geschaffen und die Kommunikation der Akteure der Energiebranche erleichtert werden soll. Die Registrierung ist gebührenfrei und erfolgt über das bundesweite Online-Portal www.marktstammdatenregister.de. Auch Betreiber von Solaranlagen müssen ihre Anlagen im Marktstammdatenregister erfassen lassen.

Diese Regelung gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsanlagen. Im Marktstammdatenregister müssen sämtliche Bestandsanlagen neu registriert werden, auch wenn sie bereits bei der Bundesnetzagentur gemeldet sind. Das Register soll ein lückenloses Bild der deutschen Strom- und Gasversorgung enthalten. (Erwähnenswert ist auch der Betreiberwechsel: Ein Betreiberwechsel muss im MaStR registriert werden, nachdem eine Einheit von einem neuen Betreiber übernommen wird. Zu einem Betreiberwechsel kommt es z.B., wenn ein Haus verkauft wird, in oder auf dem eine Stromerzeugungsanlage betrieben wird).

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